POLIR · Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 7. August 2026
Entwurf zur Produktgestaltung — vor dem Live-Betrieb rechtlich prüfen und Betreiberangaben in eckigen Klammern ersetzen lassen.
1. Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung der digitalen Plattform POLIR („Plattform“, „wir“, „uns“) durch registrierte Nutzerinnen und Nutzer („Nutzer“). Die Plattform vermittelt und unterstützt die Anbahnung sowie die organisatorische Abwicklung von Auto-Detailing-Dienstleistungen zwischen Kunden und selbstständigen Detailern.
POLIR selbst erbringt gegenüber dem Kunden keine Detailing-Dienstleistung am Fahrzeug, es sei denn, dies wird ausdrücklich und gesondert vereinbart. Vertragspartner der eigentlichen Dienstleistung ist der jeweilige Detailer. Der Nutzungsvertrag über die Plattform kommt zwischen dem Nutzer und dem im Impressum genannten Anbieter zustande.
Abweichende Bedingungen des Nutzers finden keine Anwendung, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Begriffsbestimmungen
- „Kunde“: Nutzer, der Detailing-Leistungen über die Plattform anfragt oder bucht.
- „Detailer“: Nutzer, der als Anbieter von Detailing-Leistungen ein Studio-Profil betreibt und Buchungen annimmt.
- „Buchung“: über die Plattform dokumentierte Anfrage bzw. Vereinbarung über eine Leistung (inkl. Slot-, Mobile- oder Werkstatt-Requests).
- „Slot“: vom Detailer freigegebenes Zeitfenster für eine Leistung.
- „Rechnung“: auf der Plattform geführter Rechnungsdatensatz (Statusmaschine); eine Online-Zahlungsabwicklung kann gesondert eingeführt werden.
3. Registrierung und Nutzerkonto
Die Nutzung wesentlicher Funktionen setzt ein Nutzerkonto voraus. Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße, aktuelle und vollständige Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.
Das Konto ist persönlich. Zugangsdaten sind geheim zu halten; der Nutzer haftet für alle unter seinem Konto vorgenommenen Handlungen, soweit er diese zu vertreten hat. Bei Verdacht auf Missbrauch ist uns unverzüglich Mitteilung zu machen.
Detailer sichern zu, dass sie zur Erbringung der angebotenen Leistungen berechtigt und – soweit erforderlich – gewerblich bzw. handwerksrechtlich ordnungsgemäß tätig sind. POLIR kann Profile prüfen, freischalten, einschränken oder sperren, insbesondere bei Verdacht auf Missbrauch, Falschangaben oder Rechtsverletzungen.
4. Leistungen von POLIR
POLIR stellt technische Funktionen zur Verfügung, insbesondere Discovery (Suche, Karte, Profile), Buchungsanfragen und -verwaltung, Kalender-/Slot-Funktionen für Detailer, Messaging, Benachrichtigungen, Bewertungen sowie die Abbildung von Rechnungsstatus.
Wir bemühen uns um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, schulden jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart. Wartungsfenster, Störungen Dritter (Hosting, Netze, Endgeräte) oder höhere Gewalt können die Nutzung vorübergehend einschränken.
POLIR ist nicht verpflichtet, die Richtigkeit von Nutzerangaben, Preisen, Verfügbarkeiten oder die Qualität der von Detailern erbrachten Leistungen vorab zu prüfen. Wir können jedoch Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Missbrauchsprävention ergreifen.
5. Buchungsprozess
Kunden können Leistungen über verfügbare Slots oder als Anfrage (z. B. Mobile-/Werkstatt-Request) anfragen. Eine verbindliche Buchung kommt – soweit nicht anders im Flow ausgewiesen – erst mit der jeweiligen Bestätigung bzw. dem maßgeblichen Statusübergang gemäß Plattformlogik zustande. Bis dahin handelt es sich um eine Anfrage, über die der Detailer entscheiden kann.
Zeit-, Preis- oder Zustandsanpassungen können über die auf der Plattform vorgesehenen Proposal-Funktionen vorgeschlagen und von der Gegenseite angenommen oder abgelehnt werden. Maßgeblich ist der jeweils bestätigte Stand in der Buchungsübersicht.
Der Kunde stellt sicher, dass Fahrzeug und – bei Mobile-Services – der Einsatzort zum vereinbarten Zeitpunkt zugänglich und zur Leistung geeignet sind. Der Detailer erbringt die Leistung sorgfältig und fachgerecht nach dem vereinbarten Leistungsumfang.
6. Preise, Angebote und Zahlung
Angezeigte Preise stammen vom jeweiligen Detailer bzw. ergeben sich aus den hinterlegten Leistungs- und Angebotsregeln der Plattform. Rabatte und Angebote gelten nur im ausgewiesenen Zeitraum und Umfang.
Soweit in der App angegeben ist, dass die Zahlung erst nach Bestätigung bzw. außerhalb der Plattform erfolgt, kommt über POLIR zunächst keine Online-Zahlungsabwicklung zustande. In diesem Fall regeln Kunde und Detailer die Zahlung untereinander; die Plattform kann den Rechnungsstatus (z. B. ausgestellt, bezahlt, storniert) lediglich abbilden.
Wird zukünftig eine integrierte Zahlungsabwicklung eingeführt, gelten hierfür ergänzende Bedingungen und die Vorgaben des jeweiligen Zahlungsdienstleisters. Bis dahin entsteht durch die Nutzung der Plattform keine Verpflichtung von POLIR, Zahlungen entgegenzunehmen, treuhänderisch zu verwahren oder auszuzahlen.
7. Absage, Terminänderung und No-Show
Absagen und Terminänderungen erfolgen über die in der App vorgesehenen Funktionen. Detailer wählen eines von drei Storno-Profilen (Flexibel, Standard, Streng). Das Profil wird bei Buchung festgehalten.
Kunden können innerhalb des jeweiligen Gratis-Fensters (Flexibel: 2 Stunden, Standard: 24 Stunden, Streng: 48 Stunden vor Terminbeginn) kostenlos stornieren oder eine Terminverschiebung vorschlagen. Danach behält POLIR bei Kunden-Storno einen Anteil des Leistungspreises ein (Standard/Flexibel: 50 %, Streng: 75 %). Bei No-Show des Kunden kann der volle Leistungspreis einbehalten werden. Sagt der Detailer ab oder lehnt ab, wird dem Kunden der Betrag vollständig freigegeben bzw. erstattet.
Terminverschiebungen laufen als Vorschlag der einen Seite mit Zustimmung der anderen. Umbuchen durch den Kunden ist nur im Gratis-Fenster möglich; der Detailer kann auch später einen neuen Termin vorschlagen. Zahlungsautorisierungen bleiben bei erfolgreicher Umbuchung bestehen.
Erscheint eine Partei nicht zum vereinbarten Termin oder macht die Leistung unmöglich (No-Show), kann die andere Partei die in der Plattform vorgesehenen Statusübergänge nutzen. POLIR ist nicht Schiedsrichter individueller Streitigkeiten, kann jedoch bei Missbrauch Konten einschränken.
8. Kommunikation und Inhalte
Nutzer verpflichten sich, die Messaging- und Upload-Funktionen nur für sachbezogene, rechtmäßige Zwecke zu nutzen. Unzulässig sind insbesondere beleidigende, diskriminierende, strafbare, irreführende oder urheberrechtsverletzende Inhalte sowie Spam und das Ausspähen anderer Nutzer.
Mit dem Einstellen von Inhalten (Texte, Bilder, Logos) räumt der Nutzer POLIR ein einfaches, räumlich unbeschränktes, auf die Dauer der Einstellung und der erforderlichen Nachweise befristetes Nutzungsrecht ein, diese Inhalte im Rahmen des Plattformbetriebs zu hosten, anzuzeigen, technisch zu verarbeiten und – soweit für die Buchung erforderlich – der Gegenseite zugänglich zu machen. Der Nutzer versichert, über die erforderlichen Rechte zu verfügen.
9. Bewertungen
Nach Abschluss einer Buchung können Nutzer Bewertungen abgeben. Bewertungen sollen auf eigenen Erfahrungen beruhen, sachlich sein und keine rechtswidrigen Inhalte enthalten. POLIR kann Bewertungen prüfen, ausblenden oder entfernen, wenn konkrete Anhaltspunkte für Rechtsverletzungen, Missbrauch oder Verstöße gegen diese AGB bestehen.
Soweit die Plattform nach Ablauf einer Frist automatische Bewertungen setzt, geschieht dies transparent und gemäß der in der App beschriebenen Logik; der Nutzer kann – soweit vorgesehen – eigene Bewertungen nachreichen oder korrigieren.
10. Besondere Pflichten der Detailer
- Leistungen wahrheitsgemäß beschreiben (Umfang, Dauer, Preis, Standortart).
- Verfügbarkeiten und Slots aktuell halten und verbindliche Zusagen einhalten.
- Erforderliche Versicherungen, Genehmigungen und steuerliche Pflichten selbst sicherstellen.
- Kunden- und Fahrzeugdaten nur für die Vertragsdurchführung verwenden und vertraulich behandeln.
- Keine Umgehung der Plattform in einer Weise, die gegen gesondert vereinbarte Provisions- oder Nutzungsregeln verstößt (soweit solche eingeführt werden).
11. Haftung
POLIR haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes und bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Für die von Detailern erbrachten Leistungen, für Schäden am Fahrzeug oder Inventar sowie für Streitigkeiten zwischen Kunde und Detailer haftet POLIR nicht, soweit gesetzlich zulässig und soweit POLIR nicht selbst Vertragspartner der Detailing-Leistung ist. Ansprüche sind vorrangig gegen den jeweiligen Detailer bzw. Kunden geltend zu machen.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
12. Sperrung, Kündigung und Kontobeendigung
Nutzer können die Nutzung jederzeit einstellen und – soweit in der App vorgesehen – die Löschung des Kontos verlangen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.
Wir können das Nutzungsverhältnis ordentlich kündigen oder Konten vorübergehend bzw. dauerhaft sperren, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere bei erheblichen Verstößen gegen diese AGB, bei Betrugsverdacht, bei Gefährdung der Sicherheit der Plattform oder bei wiederholten No-Shows / Missbrauch.
Offene Buchungen sind im Falle einer Sperrung nach Treu und Glauben abzuwickeln; wir können hierzu angemessene Übergangsmaßnahmen treffen.
13. Änderungen der AGB
Wir behalten uns vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies aus rechtlichen, technischen oder geschäftlichen Gründen erforderlich ist. Über wesentliche Änderungen werden Nutzer in geeigneter Form informiert (z. B. In-App-Hinweis oder E-Mail). Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb einer angemessenen Frist oder nutzt er die Plattform nach Inkrafttreten weiter, gelten die neuen Bedingungen als angenommen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen werden wir gesondert hinweisen.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates entzogen werden, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Anbieter und Kontakt: siehe Impressum. Bei Widersprüchen zwischen sprachlichen Fassungen geht – bis zur Einführung weiterer Sprachen – die deutsche Fassung vor.